Miss nicht nur Breite und Tiefe, sondern auch Höhe, Sockelleisten, Schrängungen und Fensterbänke. Notiere Türanschläge, Aufschlagwinkel und Mindestabstände für Schubkästen. Berücksichtige den Transportweg durch Treppenhaus und Aufzug. Plane Toleranzen für Skalenabweichungen, Teppichhöhen und Wandunebenheiten ein. Ein Millimeter auf Papier kann später Zentimeter Ärger bedeuten. Erstelle Fotos mit Maßangaben, speichere sie am Smartphone, und teile sie beim Kauf mit dem Händler, um Missverständnisse und Kostentreiber frühzeitig zu vermeiden.
Erstelle Funktionszonen: Schlafen, Arbeiten, Essen, Entspannen, Verstauen. Trenne sie nicht zwingend mit Möbeln, sondern mit Licht, Teppichen oder Vorhängen, damit der Raum offen bleibt. Ein Klapptisch kann tagsüber als Arbeitsplatz dienen und abends zur Tafel werden. Ein ausziehbares Sofa markiert die Relaxzone, ohne Wandfläche zu blockieren. Wenn mehrere Funktionen zusammentreffen, priorisiere nach Häufigkeit: Täglich genutzte Abläufe bekommen die besten Plätze. So bleibt die Wohnung alltagstauglich und wächst mit spontanen Gästen, Projekten oder Hobbys.
Zeichne Laufwege als weiche Linien ein und teste, ob sie durch Kanten, Türblätter oder auskragende Griffe unterbrochen werden. Plane mindestens sechzig Zentimeter freie Breite für komfortables Gehen. Prüfe, wie ein ausklappbares Bett oder ein ausziehbarer Tisch die Wege verändert. Vermeide Engstellen vor Fenstern, damit Lüften und Gardinenzug frei bleiben. Kleine, verrückbare Elemente auf Rollen halten Linien flexibel. Wer Bewegung früh mitdenkt, gewinnt spürbare Ruhe im Alltag und verhindert das ständige Verschieben von Möbeln zu unpassenden Zeiten.
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